AMBULANTES
PALLIATIV TEAM
FÜRSTENFELDBRUCK

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WENN NICHTS MEHR HELFEN WILL, DANN GIBT ES VIEL ZU TUN:

  • LEIDEN LINDERN
  • LEBEN GESTALTEN
  • STERBEN BEGLEITEN

SAPV
Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung

Wir erbringen SAPV-Leistungen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech sowie in angrenzenden Gemeinden des Landkreises Starnberg (siehe auch „Versorgungsgebiet”)

Leistungen

Unser ambulantes Palliativteam leistet Schwerstkranken und sterbenden Patienten umfassende Hilfe bei belastenden Krankheitssymptomen mit dem Ziel, die Lebensqualität zu verbessern und den Kranken ein würdevolles Leben, auf Wunsch auch bis zum Tod, in der vertrauten häuslichen Umgebung oder einer Pflegeeinrichtung zu ermöglichen. Unser Team betreut Sie in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt und Pflegedienst.

  • der Linderung schwerer Krankheitssymptome wie Schmerz, Übelkeit, Angst, Unruhe, Verdauungsproblemen, Darmverschluss, Juckreiz, Wasseransammlungen im Bauch- oder Rippenfellbereich und anderen Symptomen.
  • der Organisation, Planung und Koordination aller Versorgungsmaßnahmen
  • der Beratung und Einbeziehung aller Leistungserbringer, z.B. Hausärzte, Pflegedienste, Physiotherapeuten, Hospizhelfer, Seelsorger und andere je nach Bedarf zugezogene Professionen
  • ethischen Konflikten, sozial-rechtlichen Problemen und existentiellen Krisensituationen
  • der Krankheitsverarbeitung und Trauerbewältigung
  • Überforderung der pflegenden Angehörigen oder anderer Bezugspersonen

Der Patient steht im Mittelpunkt. Sein Selbstbestimmungsrecht, seine Wünsche, Bedürfnisse und Wertevorstellungen werden respektiert. Offenheit und Wahrhaftigkeit stellen die Basis dar für ein vertrauensvolles Miteinander aller Beteiligter.

SAPV kann vom Hausarzt oder für eine Woche überbrückend vom behandelnden Klinikarzt mittels Formular Muster 63 verordnet werden. Abhängig vom individuellen Bedarf und der Komplexität eines Krankheitsbildes erfolgen Beratungs- oder zusätzlich unterstützende Versorgungsleistungen, immer in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.

Bei Genehmigung durch die Krankenkasse übernimmt diese die Kosten.

Rechtliche Grundlage

Wann besteht ein Anspruch auf SAPV-Leistungen?

Versicherte haben Anspruch auf SAPV, wenn

  • sie an einer nicht heilbaren, fortschreitenden und so weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, dass dadurch ihre Lebenserwartung begrenzt ist und
  • sie eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, die nach den medizinischen und pflegerischen Erfordernissen auch ambulant oder in stationären Pflegeeinrichtungen
    (§ 72 SGB XI) erbracht werden kann.

Anforderungen an die Erkrankungen

  • Eine Erkrankung ist nicht heilbar, wenn nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse Behandlungsmaßnahmen nicht zur Beseitigung dieser Erkrankung führen können.
  • Sie ist fortschreitend, wenn ihr Verlauf trotz medizinischer Maßnahmen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse nicht nachhaltig aufgehalten werden kann.
  • Eine Erkrankung ist weit fortgeschritten, wenn die Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität sowie die psychosoziale Betreuung im Vordergrund der Versorgung stehen und nach begründeter Einschätzung der verordnenden Ärztin oder des verordnenden Arztes die Lebenserwartung auf Tage, Wochen oder Monate gesunken ist.

Rechtliche Grundlage: § 37 b Sozialgesetzbuch V (SGB V)

Fallbeschreibung

Die 69-jährige Frau K., Witwe, leidet an einem fortgeschrittenen metastasierten Ovarialkarzinom, also einer Krebserkrankung der Eierstöcke mit Tumorabsiedelungen in die Leber, die Lymphknoten im Bauch und Brustbereich , sowie diffus im Bauch- und Rippenfellbereich. Die Patientin will nach diversen Operationen und Chemotherapien nicht mehr in die Klinik, sondern wenn möglich zu Hause im Kreis der Familie betreut werden und auch dort versterben. Frau K. wird palliativ vom Hausarzt und einem Pflegedienst mit viel Engagement betreut, eine der beiden Töchter hat sich beurlauben lassen, wohnt bei der Mutter und kümmert sich rund um die Uhr um sie. Die Schmerzen sind mit einem morphinhaltigen Pflaster erträglich und auch alle anderen belastenden Symptome ausgelöst durch die Krebserkrankung sind gut im Griff. Bei Fortschreiten der Erkrankung bildet sich ein ausgeprägter Aszites (Bauchwassersucht), die Schmerzen sind bei Ausbildung eines Darmverschlusses mit den bisherigen Maßnahmen nicht mehr beherrschbar. Die Patientin muss ständig erbrechen. Das bisherige Versorgungssystem ist an seine Grenzen gelangt. Die Schwerstkranke lehnt eine Klinikeinweisung ab und bittet den Hausarzt ihr beim Sterben zu helfen. Die Tochter ist endgültig am Ende ihrer Kräfte.

Der Hausarzt schaltet das Ambulante Palliativ Team ein. Ein Palliativmediziner und eine Palliativ-Pflegefachkraft treffen sich noch am selben Tag mit Hausarzt und Pflegedienst am Bett der Patientin. Zusammen wird das weitere Vorgehen beschlossen. Mit Einverständnis von Frau K. und ihrer Tochter wird der Hospizdienst zur Entlastung eingeschaltet, der Pflegedienst kommt jetzt zweimal täglich. Die Schmerzen werden mit Morphin und anderen Schmerzmitteln über eine Schmerzpumpe therapiert, die der Patientin erlaubt sich bei Bedarf zusätzliche Dosen an Analgetika zu verabreichen. Nach Legen einer Magenablaufsonde hört das Erbrechen auf. Mit intravenöse Gabe verschiedener Medikamente und Durchführung spezieller Einläufe durch eine Palliativpflegekraft kann der Darmverschluss gebessert werden und die Darmtätigkeit kommt nochmals in Gang. Einige Male werden jeweils bis zu 5 Liter Bauchwasser abpunktiert, zweimal auch Flüssigkeit aus dem Rippenfellbereich. Insgesamt kann der Zustand der Patientin deutlich gebessert werden und Frau K. genießt das Zusammensein und die Möglichkeit des Abschiednehmens von ihren Töchtern und Enkeln. Es wird geweint aber auch viel gelacht. Der Hausarzt besucht und betreut Frau K. weiterhin und es entwickelt sich ein eng zusammenarbeitendes Versorgungsnetz aus Hausarzt, Pflegedienst, Hospizdienst und Palliativ-Team. Die Töchter sind entlastet und werden spirituell und psychosozial unterstützt. Vier Wochen nach erster Inanspruchnahme des Ambulanten Palliativ Teams verstirbt die Patientin unter der Symptomatik eines erneuten Darmverschlusses und Leberversagens unter guter Symptomkontrolle, ruhig einschlafend und wie gewünscht in ihrem Zuhause. Bei einem zwei Wochen später mit den Töchtern stattfindenden sogenannten Trauergespräch, zeigen sich diese gefasst und überzeugt, das Richtige getan zu haben. Es sei eine sehr wertvolle und intensive Zeit des Abschieds gewesen für sie wie auch für ihre Mutter.

Team

Unser Team möchte sich gerne verstärken, Wir suchen eine/n Ärztin/Arzt sowie eine Palliativpflegefachkraft.
Palliativ Pflegefachkräfte
Monika Anzinger
Dorothea Büchele
Azra Colic
Rebecca Defain
Carmen Degenhart
Nadine Eilert
Michaela Erhart
Angelika Hirschler
Gabriela Jurende
Beate Lieberz
Sandra Matthesius
Dagmar Schroeder
Angela Schwenke
Helga Sell-Lipka
Ärzte / Palliativmediziner
Josef Binswanger
Dr. Daniela Frank
Dr. Karlheinz von Jan, Ärztliche Leitung
Dr. Tanja Riepl-Bauer
Margit Sturm
Frank Thiel
Dr. Bernadette Tost, Stv. Ärztliche Leitung
Koordination
Isabel Dill
Nadine Gschwandtner
Karin Kellner-Becwar
Verwaltung
Gabriela Birnböck
Ute Rauh
Brigitte Ullmer
Sabine Wagner-Manz
Geschäftsführung
Helmut Leonhardt

Netzwerk

Für jeden Patienten wird ein individuell auf seinen Bedarf und seine Wünsche abgestimmtes Netzwerk gebildet. Wir arbeiten mit unseren Partnern in enger Kooperation um unseren Patienten besser helfen zu können und die Angehörigen zu entlasten und in der Ausnahmesituation „Sterben eines geliebten Menschen“ zu unterstützen.

Unsere Partner sind unter anderem:

  • Hausärzte und ambulant tätige Fachärzte
  • ambulante Pflegedienste
  • Hospizvereine
  • Pflegeheime, Seniorenheime
  • Kliniken und hier besonders die Palliativstationen
  • stationäre Hospize
  • Apotheken
  • Physiotherapeuten
  • Logopäden
  • Atemtherapeuten
  • Psychologen
  • Familientherapeuten
  • Sozialpädagogen
  • Seelsorger

Wir sind Mitglied im:

Versorgungsgebiet

Unser Versorgungsgebiet umfasst den Landkreis Fürstenfeldbruck, den Landkreis Landsberg am Lech sowie im Landkreis Starnberg die Gemeinden Gilching, Inning, Seefeld, Weßling, Wörthsee und den Ort Breitbrunn.

Versorgungsgebiet Versorgungsgebiet

Förderer

Wir danken den Förderern der „Ambulantes Palliativteam im Landkreis Fürstenfeldbruck gemeinnützige GmbH“ sehr herzlich für ihre Unterstützung:

Joachim und Adolfine Sighart-Stiftung
„Kette der helfenden Hände“
Spendenaktion des Fürstenfeldbrucker Tagblatts
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
Lions Club Fürstenfeldbruck
Sparkasse Fürstenfeldbruck
systec POS-Technology GmbH
Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck

Wenn auch Sie unsere Arbeit durch eine Spende unterstützen, ermöglichen Sie uns im Einzelfall Unterstützung und Hilfen anbieten zu können, deren Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Dies könnte z.B. eine lindernde Atemtherapie sein oder die Anreise eines Angehörigen oder Freundes, der sich die Reise aus eigenen Mitteln nicht leisten kann.

Spendenkonten APT-FFB gGmbH

Sparkasse Fürstenfeldbruck
IBAN DE27 7005 3070 0031 6426 97
BIC BYLADEM1FFB
Sparkasse Landsberg-Dießen
IBAN DE09 7005 2060 0022 5948 81
BIC BYLADEM1LLD

Kontakt

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag
zwischen 09.00 und 14.00 Uhr
unter der Nummer 081 41 / 99 44 22

Für in Versorgung stehende Patienten, deren Angehörige, Hausärzte und andere Beteiligte
sind wir über eine Bereitschaftsnummer täglich 24 Stunden ansprechbar.

STANDORT FÜRSTENFELDBRUCK
Dachauer Straße 33
82256 Fürstenfeldbruck
Fon: 081 41 / 99 44 22
Fax: 081 41 / 99 44 29
Email: sapv.team@apt-ffb.de
STANDORT LANDSBERG AM LECH
Lechwiesenstraße 28 B
86899 Landsberg am Lech
Fon: 08191 / 985 98 64
Fax: 08191 / 985 98 65
Email: sapv.team@apt-ffb.de

Impressum

I. AMBULANTES PALLIATIVTEAM IM LANDKREIS FÜRSTENFELDBRUCK gGmbH (APT-FFB gGmbH)

vertreten durch
Geschäftsführer Helmut Leonhardt
Dachauer Straße 33
82256 Fürstenfeldbruck
Fon: 081 41 / 99 44 22
Fax: 081 41 / 99 44 29
Email: sapv.team@apt-ffb.de

Datenschutzbeauftragte: Frau Brigitte Ullmer

Handelsregister B München Nummer 205321

GESELLSCHAFTER:
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Fürstenfeldbruck e.V.
Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Fürstenfeldbruck
Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. -Caritaszentrum Fürstenfeldbruck-
Kommunalunternehmen Kreisklinik Fürstenfeldbruck / Seniorenheim Jesenwang
Landkreis Fürstenfeldbruck

II. Datenschutzerklärung

a. Grundlegendes

Diese Datenschutzerklärung soll die Nutzer dieser Webseite über die Arzt, den Umfang und den Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch den Webseitenbetreiber (APT-FFB gGmbH) informieren. Der Webseitenbetreiber nimmt Ihren Datenschutz sehr ernst und behandelt Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften. Da durch neue Technologien und die ständige Weiterentwicklung dieser Webseite Änderungen an dieser Datenschutzerklärung vorgenommen werden könne, empfehlen wir Ihnen, sich die Datenschutzerklärung in regelmäßigen Abständen wieder durchzulesen. Definitionen der verwendeten Begriffe finden Sie in § 4 DSGVO.

b. Zugriffsdaten

Wir, der Webseitenbetreiber bzw. Seitenprovider, erheben aufgrund unseres berechtigten Interesses Daten über Zugriffe auf die Webseite und speichern diese als „Server-Logfiles“ auf dem Server der Webseite ab. Folgende Daten werden protokolliert:

  • Besuchte Webseite
  • Uhrzeit und Zeitpunkt des Zugriffs
  • Menge der gesendeten Daten in Byte
  • Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Seite gelangten
  • Verwendete Browser
  • Verwendetes Betriebssystem
  • Verwendete IP-Adresse

Alle Sitzungsdaten werden gelöscht, wenn Sie die Webseite verlassen.

c. Cookies

Cookies sind kleine Dateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden können. Diese Webseite verwendet keinerlei Cookies.

d. Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen bezüglich der Erhebung, Verarbeitung oder Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten haben, wenden Sie sich bitte an den Betreiber dieser Webseite. Alle Informationen finden Sie auf der Kontaktseite.